Die touristische Entwicklung des Brockens und des Harz soll im neuen Jahr richtig Fahrt aufnehmen. «Ich gehe davon aus und hoffe auch, dass wir dort eine Baustelle haben werden», sagte Landrat Thomas Balcerowski (CDU). Das gelte nicht nur für den denkmalgeschützten Turm mit dem Brockenhotel und dem Restaurantbetrieb, die einen neuen Betreiber bekommen, sondern auch für die Harzer Schmalspurbahnen, die dringend sanierungsbedürftig sind und hohe finanzielle Defizite einfahren. In 2026 sollen bestenfalls bereits die ersten Umbaumaßnahmen losgehen.
Welche Pläne gibt es für die touristische Weiterentwicklung des Brockens?
In dem ehemaligen Telekomgebäude soll ein neuer Veranstaltungs- und Tagungsraum entstehen. Es ist ein Kernelement des neuen Konzepts auf dem höchsten Berg Norddeutschlands. Kurz vor Weihnachten wurden dabei Fördermittel in Höhe von 1,8 Millionen Euro von Bund und Land übergeben. Dadurch sollen stärkere Anreize gegeben werden, sich länger aus dem Brocken aufzuhalten. Der neue Saal, benannt nach Heinrich Heine, soll ab 2028 geöffnet werden. Schon ein Jahr vorher will die Restaurantkette Timberjacks 2027 mit dem Betrieb der Gastronomie im Brockenrestaurant und dem Hotel beginnen. Der bisherige Betreiber, Brockenwirt Daniel Steinhoff, hatte 2025 bekanntgegeben, sich aus dem denkmalgeschützten Gebäude zurückzuziehen. Planungen und erste Maßnahmen sollen 2026 beginnen.
Wie viele Besucher kommen jährlich auf den Brocken?
Die genaue Zahl der jährlichen Besucher ist schwer zu schätzen. Etwa eine halbe Million Menschen fahren jedes Jahr mit den historischen Dampfzügen der Harzer Schmalspurbahnen den Brocken hinauf. Insgesamt schwanken die Schätzungen zwischen zwei und drei Millionen Besuchern jährlich, da viele auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen.