Nach einem Verhandlungsmarathon im Tarifkonflikt des Kfz-Handwerks gibt es eine Einigung in Niedersachsen. Es gibt «mehr Geld, mehr Gerechtigkeit und endlich mehr Zeit zum Durchatmen», wie die IG Metall mitteilte. Der erzielte Abschluss trage den besonderen Belastungen im Werkstattalltag Rechnung. Die Tarifkommission der Gewerkschaft habe mit «überwältigender Mehrheit» zugestimmt.
Die Ergebnisse im Überblick:
- 2,3 Prozent mehr Geld zum 1. Juli sowie überproportionale 80 Euro mehr für Auszubildende
- weitere 3,3 Prozent mehr Geld und Ausbildungsvergütung ab dem 1. August 2026
- Einführung einer Entlastungskomponente «WorkFlex+», die eine Wahlmöglichkeit des Beschäftigten auf zusätzlich fünf freie Tage pro Jahr schafft
Die Gewerkschaft bezeichnet die Einführung einer Entlastungskomponente als Novum in der Branche. Diese Wahloption zwischen Geld oder Freizeit sei eine Reaktion auf die Situation in den Werkstätten. Viele Beschäftigte wünschten sich nicht nur mehr Geld, sondern auch mehr Zeitsouveränität, heißt es weiter. Die neue Regelung sei ein konkreter Schritt in Richtung Entlastung und eine bessere Vereinbarkeit von Leben und Beruf.