Mit mehr Kaufkraft die Wirtschaft anschieben: Die IG Metall in Niedersachsen verlangt eine Lohnsteigerung von 7 Prozent für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie. Außerdem will die Gewerkschaft eine deutliche Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 170 Euro je Ausbildungsjahr erreichen. Beides soll für zwölf Monate gelten, wie die Tarifkommission am Freitag für die Verhandlungsrunde 2024 beschloss.
«Nach wie vor sitzt der Inflationsschock tief in den Geldbeuteln der Beschäftigten», sagte der Verhandlungsführer der IG Metall, Thorsten Gröger. Es gelte nun, die Kaufkraft zu stärken und auf diese Weise auch die Wirtschaft anzuschieben. Die Jugend steht ihm zufolge dabei im Fokus, weil vor allem Auszubildende und junge Menschen massiv unter den Folgen der Teuerungen leiden.
Mit derselben Forderung will die Gewerkschaft in die Verhandlungen für den Haustarif bei Volkswagen gehen. Voraussichtlich ab Oktober soll es auch um 7 Prozent mehr Geld für rund 120.000 VW-Beschäftigten der VW-Standorte Braunschweig, Emden, Hannover, Kassel, Salzgitter und Wolfsburg sowie einigen Konzerntöchtern gehen. Auch die Auszubildenden bei VW sollen im selben Maße wie Azubis in der Metall- und Elektroindustrie profitieren.