In der Diskussion um Kürzungen im Sozialsystem prescht die Chemie-Gewerkschaft IGBCE mit einem eigenen Vorschlag vor: Statt Leistungen zu kürzen, sollte das Arbeitslosengeld für Ältere sogar verlängert werden, sagte der Vorsitzende der IGBCE, Michael Vassiliadis, auf dem Gewerkschaftskongress in Hannover. Zumindest für diejenigen, die lange in die Versicherung eingezahlt haben.
«Niemand, der jahrzehntelang gearbeitet, eingezahlt und Verantwortung getragen hat, darf plötzlich beim Bürgergeld anstehen», so Vassiliadis in seiner Grundsatzrede vor den Delegierten. Wer älter als 50 Jahre sei und mindestens 20 Jahre eingezahlt habe, müsse mindestens 36 Monate Anspruch auf die Leistung haben, so seine Forderung. «Und wer trotzdem in die Grundsicherung fällt, darf nicht alles verlieren, was er sich aufgebaut hat.» Das Schonvermögen dürfe daher gerade bei Älteren nicht angetastet werden.