Für die Arbeitssicherheit und eine schnelle Rettung im Notfall von Windparks auf hoher See sind aus Sicht von Gewerkschaften und Betriebsräten einheitliche und bessere Regelungen in der Offshore-Branche nötig. Die Gewerkschaft IG Metall hat dafür zusammen mit Betriebsräten ein Positionspapier entwickelt, das am Freitag der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Darin schlagen die Initiatoren unter anderem einheitliche Standards für den Personaleinsatz bei Wartungen auf Windturbinen, für die Kommunikationsinfrastruktur in Windparks und für eine bessere Rettungskette vor.
Viele Abläufe etwa bei der Wartung von Anlagen können Windparkbetreiber laut Gewerkschaft und Betriebsräten individuell regeln - Standards würden daher mitunter von Windpark zu Windpark variieren. «Es ist nicht so, dass alles schlecht ist, sondern wir haben auch schon gute Regelungen», sagte Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste.
Durch den geplanten Ausbau der Windkraft auf See würden in den kommenden Jahren aber nicht nur deutlich mehr Menschen in der Offshore-Branche beschäftigt sein, gerade Servicetechniker würden auch viel weiter draußen auf See arbeiten, wo die neuen Windparks entstünden. Daher brauche es bessere Standards für sichere Arbeitsplätze und eine schnelle Rettung im Notfall, sagte Friedrich. Er betonte auch: Eine Standardisierung dürfe nicht dazu führen, dass bisher gute Regelungen herabgesetzt würden.