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Chemie-Tarifverhandlungen für 585.000 Beschäftigte beginnen

Die Gewerkschaft IG BCE fordert eine Erhöhung der Einkommen für Tarifbeschäftigte und Auszubildende. (Archivbild) / Foto: Michael Bahlo/dpa
Die Gewerkschaft IG BCE fordert eine Erhöhung der Einkommen für Tarifbeschäftigte und Auszubildende. (Archivbild) / Foto: Michael Bahlo/dpa

Nach ergebnislosen regionalen Gesprächen geht die Chemieindustrie in die bundesweite Tarifrunde. Gewerkschaft und Arbeitgeber starten mit klar gegensätzlichen Erwartungen in die Verhandlungen.

Für rund 585.000 Beschäftigte der chemisch-pharmazeutischen Industrie beginnen am Dienstag (14.30 Uhr) in Hannover die bundesweiten Tarifverhandlungen. Die Gespräche zwischen Vertretern der Gewerkschaft IG BCE (Bergbau, Chemie, Energie) und des Bundesarbeitgeberverbands Chemie (BAVC) sind auf zwei Tage angesetzt.

Vor Verhandlungsbeginn wollen beide Seiten vor die Presse treten. Für die IG BCE spricht Verhandlungsführer Oliver Heinrich, für den BAVC Matthias Bürk.

Schon im Dezember steckten Gewerkschaft und Arbeitgeber ihre Positionen ab, regionale Tarifgespräche im Januar blieben erwartungsgemäß ohne Ergebnis. «Es gibt immer noch massiven Nachholbedarf bei den Löhnen», hatte Heinrich gesagt. Die Gewerkschaft fordert höhere Einkommen für Tarifbeschäftigte und Auszubildende sowie Instrumente zur Beschäftigungssicherung. 

Die Arbeitgeber verweisen dagegen auf die angespannte Lage der Branche und sehen keinen Verteilungsspielraum. Gemeinsames Ziel müsse sein, Wettbewerbsfähigkeit zurückzugewinnen. Das gelinge nur mit mehr Produktivität, nicht mit höheren Kosten, hatte Bürk erklärt. Der aktuelle Tarifvertrag läuft Ende Februar aus.

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