Die Stadt Hannover hat eine von den Nationalsozialisten geraubte antike Kanne aus der Sammlung des Museums August Kestner an Griechenland zurückgegeben. Forschungsergebnisse hatten ergeben, dass das frühkorinthische Objekt als Kriegsbeute eines deutschen Wehrgeologen im besetzten Griechenland während des Zweiten Weltkriegs anzusehen ist. Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay sagte: «Wir werden unsere Forschungen zur NS-Vergangenheit unserer Stadt weiter vorantreiben und unsere Restitutionsbemühungen intensiv weiterverfolgen.» Der Grünen-Politiker überreichte am Montag die mehr als 2500 Jahre alte Kanne dem in Hamburg ansässigen Generalkonsul von Griechenland, Ioannis Vikelidis. Zuvor wurde eine offizielle Vereinbarung zur Restitution unterzeichnet.
Mit Restitution wird die Rückgabe von Kulturgütern bezeichnet, die während der Zeit des Nationalsozialismus (1933-1945) geraubt, enteignet oder zwangsweise verkauft wurden. Sie gehen dann wieder in den Besitz ihrer ursprünglichen Eigentümer beziehungsweise in den Besitz von deren Erben.