Das Sonnenobservatorium «Sunrise III» vom Max-Planck-Institut in Göttingen ist erfolgreich zu seinem Forschungsflug gestartet. Es war am frühen Morgen an einem Heliumballon befestigt vom Space Center in der nordschwedischen Stadt Kiruna abgehoben. «Wir sind wahnsinnig erleichtert, dass der Start heute geglückt ist und bisher alles reibungslos läuft», sagte Andreas Korpi-Lagg vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen. Bereits im Laufe des Tages hatte die «Sunrise III» ihre endgültige Flughöhe von mehr als 35 Kilometern erreicht und funktionierte ohne Probleme.
In den kommenden Tagen soll das Observatorium eine etwa 2.000 Kilometer dicke Schicht der Sonne beobachten, in der es dynamische Magnetfelder und heiße Plasmaströme gibt. «"Sunrise III" wird uns helfen, die dynamischen Vorgänge in der Sonnenatmosphäre besser als je zuvor zu verstehen», sagte der Leiter der Mission Sami K. Solanki. Ende Mai und Anfang Juni wurden Startversuche aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen abgesagt oder abgebrochen.