Wo jahrzehntelang Chipstüten in einem kleinen Lüneburger Supermarkt lagerten, wurde in den 1970er-Jahren ein besonderes Deckengemälde entdeckt. Jahrelang war es verdeckt, nun legen Restauratoren es frei – dafür arbeiten sie auf einem Gerüst. «Diese Deckenmalerei ist etwas ganz Besonderes, sie ist von der Qualität sehr gut ausgeführt», erklärt Restaurator Markus Tillwick. Lüneburg habe einen großen Schatz an Deckenmalereien, viele würden sich aber in Privaträumen befinden.
«Es ist für Lüneburg nicht so ungewöhnlich, wir sind eine unzerstörte Stadt mit viel Bausubstanz aus dem 16. und 17. Jahrhundert», bestätigt Heike Düselder, Direktorin des Museums Lüneburg. «Immer wenn man umbaut, kommt es vor, dass man etwas Neues entdeckt.»
Die historische Bausubstanz der Backsteinhäuser sei vielfach gut erhalten, es habe nie einen großflächigen Stadtbrand gegeben und auch keine Zerstörungen der Altstadt in den beiden Weltkriegen. Das Kunstwerk sei besonders, auch der Erhaltungszustand der typischen Renaissance-Malerei sei gut. Es sei eine große Freude, dass es nun freigelegt werde, sagt Düselder.