Manchmal bleibt der kleine Kerl einfach stehen und weiß nicht mehr, wo er ist. Mops Olli ist mit 15 Jahren hochbetagt, hilfsbedürftig, oft orientierungslos, sieht und hört nur noch wenig, die Hinterbeine schmerzen. «Olli hat schon seit ein paar Jahren Demenz», sagt Besitzerin Ute Hausmann. Sie hat sich ganz auf seine Bedürfnisse eingestellt, hegt, pflegt, umsorgt und fördert das Tier, das seit elf Jahren bei ihr und ihrem Mann im Rheinisch-Bergischen Kreis nahe Köln lebt. Denn: «Olli ist heiß geliebt.»
Wie kommt es zur Demenz und wie zeigt sie sich?
Die Nervenzellen können nicht mehr richtig arbeiten - hervorgerufen durch Veränderungen des Gehirn-Stoffwechsels oder auch Entzündungen und Ablagerungen von Eiweißen. Das Tier wird langsamer, manche verlernen eingeübte Kommandos, es kommt zu Verwirrung, schlechtem Schlaf - und auch zu Verhaltensveränderungen. «Eigenbrötlerisches Verhalten und Rückzug», nennt Volk als Beispiele. Häufig treten Gelenkschmerzen oder Zahnerkrankungen auf.
Prävention kann helfen. Dazu gehöre eine passende zuckerarme Ernährung - mit bestimmten Fettsäuren, die als Energiequellen für die älteren Tiere gut nutzbar sind und Entzündungsreaktionen vorbeugen. Werde Demenz diagnostiziert, gehöre entsprechend spezielles Futter auf jeden Fall zur Strategie. Zentrale Bedeutung haben auch Bewegung und mentale Stimulation. «An Medikamenten gibt es nicht viel» - einen Wachmacher bei andauernd schlechtem Schlaf oder ein Mittel zur Durchblutungsförderung. Es sei wichtig, das Tier aufmerksam mit Blick auf Veränderungen zu beobachten.