Angesichts schwacher Verkaufszahlen in China schraubt VW seine Ziele in der Volksrepublik herunter: «Auch wir passen unsere Planung an», sagte VW-China-Chef Ralf Brandstätter dem «Handelsblatt». «Statt von 3,5 bis vier Millionen Fahrzeugen gehen wir für 2030 eher von rund 3,2 Millionen aus.» Das wäre zwar weiter gut ein Drittel des weltweiten Absatzes - aber auch rund eine Million Autos weniger als 2019, als der Konzern in China auf 4,2 Millionen kam.
Im vergangenen Jahr war der Absatz des Konzerns auf seinem nach wie vor wichtigsten Markt erneut um acht Prozent auf unter 2,7 Millionen Fahrzeuge gesunken. Ob sich das in diesem Jahr bessert, ließ Brandstätter offen. «2026 ist ein Übergangsjahr», sagte er. «Ob wir beim Absatz über oder unter Vorjahr liegen werden, kann ich aktuell noch nicht sagen.» Erst 2027 werde die jetzt beginnende E-Auto-Offensive volle Wirkung entfalten.
Auch die Renditeerwartungen schraubte Brandstätter herunter: Die Zeiten von Margen über zehn Prozent seien vorbei. Dafür sei der Wettbewerb in dem Land zu intensiv. «Unsere Zielmarke sind vier bis sechs Prozent bis Ende des Jahrzehnts», so Brandstätter. Er gehe nicht davon aus, dass die Preise in China wieder steigen oder der Wettbewerb dort nachlassen werde.