Das Alte Land kommt in dieser Saison noch recht gut weg bei der Apfelernte. Wegen des gemäßigten Klimas im Norden und der professionellen Beregnungsanlagen, die im kalten April mit dem Frostmantel die Blüten schützten, sind die Prognosen besser als in anderen Gebieten Deutschlands. «Die Qualität ist gut, aber die Menge wird mit etwa 20 Prozent geringer ausfallen», sagt Claus Schliecker vom Landvolk Niedersachsen.
Trotz aller Wetterextreme erwarten die rund 500 Obstbauern an der Niederelbe nicht so große Einbußen wie etwa im Osten Deutschlands. Die Landwirte nutzen die sonst für den Frostschutz installierte Beregnung auch, um die Apfelbäume bei starker Hitze zu kühlen und einen Sonnenbrand an den Früchten zu verhindern.
Neben den niedrigen Temperaturen im Frühjahr tragen viele Obstbäume auch nach dem starken Vorjahr in dieser Saison weniger Früchte - das seien normale jährliche Schwankungen, sagen Experten. Statt sonst 300 000 Tonnen werden zwischen Hamburg und Cuxhaven diese Saison 235 000 Tonnen erwartet.