Nach den extremen Waldschäden, die durch Borkenkäfer in den vergangenen Jahren entstanden sind, blicken Experten derzeit entspannter auf die Wälder. Die Käferdichten seien nach den jahrelangen Extremschäden ab 2018 schon im vergangenen Jahr erheblich zurückgegangen, sagt Rainer Hurling von der Abteilung Waldschutz bei der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (NW-FVA). Das Institut ist für Gebiete in Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Hessen und Schleswig-Holstein zuständig.
In anderen Bundesländern kommen Probleme noch
Ganz anders sehe es bei den südlichen und südöstlichen Nachbarn aus, so der Experte. «Dort entsteht stellenweise der Eindruck, dass die Probleme mit Borkenkäfern in 2023 und 2024 erst richtig durchgestartet sind.» Mit etwas Sorge blicke man auf das anhaltend gute Wetter seit Anfang März. «Sollte es zu einer ähnlichen Frühjahrswitterung wie 2018 kommen, wären unsere Waldbäume schon in wenigen Wochen wieder unter Stress und böten Borkenkäfern damit gute Entwicklungsmöglichkeiten», sagt Hurling. «Aber soweit ist es zum Glück noch nicht.»
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