Das VW-Werk in Osnabrück kann nicht mehr mit dem erhofften Zuschlag für einen Elektro-Porsche rechnen. «Bei Porsche gestaltet sich das China-Geschäft derzeit bekanntermaßen schwierig. Deshalb kann eine Überlauffertigung für das Werk Osnabrück zukünftig nicht mehr gewährleistet werden», erklärte ein VW-Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die «Neue Osnabrücker Zeitung» berichtet.
Dem Bericht zufolge war eigentlich geplant, ab 2026, wenn die bisher in Osnabrück gebauten Porsche-Modelle auslaufen, dort auch deren Elektro-Nachfolger zu fertigen. Das VW-Werk sollte dann als «Überlauffertigung» Autos bauen, für die die Kapazität im Porsche-Stammwerk in Stuttgart nicht ausreicht. Mit dem Wegfall des erhofften Folgeauftrags stehe der Standort ab dem Frühjahr 2026 ohne Folgemodell da.
«Wir haben die Entscheidung des Porsche-Vorstandes zur Kenntnis genommen», sagte ein Sprecher des Konzernbetriebsrats auf Anfrage der dpa. Über die Zukunft des Standorts entscheide aber nicht allein Porsche. «Insofern gilt weiterhin unverändert: Es ist der Anspruch der Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat, dass alle Werke in unserem globalen Produktionsverbund solide Zukunftsperspektiven erhalten. Selbstverständlich auch Osnabrück.»