Die Ölförderung auf der Bohrinsel Mittelplate im schleswig-holsteinischen Wattenmeer geht vorerst trotz einer Klage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) weiter. Der Betreiber Harbour Energy Germany erzielte vor dem Oberverwaltungsgericht Schleswig einen Teilerfolg. Bis zur Entscheidung des Gerichts über eine Beschwerde des Betreibers nach einer Klage der Umwelthilfe darf dort weiter Öl gefördert werden, wie ein Gerichtssprecher sagte. Ob die Beschwerde Erfolg haben werde, könne noch nicht abschließend beurteilt werden.
Der 5. Senat nahm für seine Zwischenentscheidung (Hängebeschluss) eine Folgenabwägung vor: «Sollte die Beschwerde nämlich im Ergebnis Erfolg haben, so wären die negativen Auswirkungen einer vorübergehenden Betriebseinstellung wegen des damit verbundenen technischen Aufwandes und der vielfältigen mittelbaren Folgen erheblich.» Weniger schwer wären nach Auffassung des Gerichts dagegen die bereits jetzt erkennbaren Nachteile eines Weiterbetriebs für den Fall, dass die Beschwerde letztlich keinen Erfolg hätte.