Gut sechs Wochen vor der 14. Nationalen Maritimen Konferenz (NMK) in Emden haben der Verband für Schiffbau und Meerestechnik (VSM) und die IG Metall Küste die Notwendigkeit von konkreten industriepolitischen Weichenstellungen angemahnt. Die maritime Industrie sei strategisch relevant unter anderem für Sicherheit, Energieversorgung und den Klimaschutz, sagte der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Daniel Friedrich, in Hamburg. Jetzt sei der Moment, diese Stärke in eine langfristige politische Strategie zu übersetzen.
Lüken: Die Konferenz in Emden wird anders sein
VSM-Hauptgeschäftsführer Reinhard Lüken sagte, am Ende der Konferenz in Emden müsse klar sein, wohin die Reise gehe. Gleichzeitig zeigte er sich optimistisch: «Die NMK in Emden wird anders als die letzte, da werden wir nicht mit leeren Händen dastehen.» Schließlich gebe es bereits jetzt Bewegung. Er verwies etwa auf die noch vor der NMK anstehende Debatte im Deutschen Bundestag. «Da erhoffen wir uns natürlich, dass auch die Damen und Herren Abgeordneten dort noch mal als Taktgeber funktionieren.»
Die aktuelle Lage der Werften bezeichnete Lüken als hervorragend. Konkrete Zahlen lägen zwar noch nicht vor, «aber die Auslastung ist wirklich überall hoch und die Standorte, die in den vergangenen Jahren auch im Rahmen der Corona-Zeit zu Sorgenkindern wurden, (...) die haben jetzt eigentlich allesamt wieder eine sehr starke Perspektive mit einer guten Führung in Flensburg, in Stralsund, in Wismar, in Rostock». Und auch die über ganz Deutschland verteilten rund 3.000 Unternehmen der Schiffbauindustrie erlebten eine hohe Nachfrage. «Die Konjunkturlage ist sehr gut», sagte Lüken.