Die erneute Preiserhöhung für das Deutschlandticket stößt bei Niedersachsens Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne auf Bedauern. Für Gutverdiener sei die Anhebung von 58 auf 63 Euro im Monat «verkraftbar, aber Menschen mit knappem Budget werden jetzt das D-Ticket hinterfragen», sagte der SPD-Politiker. «Das gilt umso mehr, als dass wir mit weiteren Preissteigerungen in den kommenden Jahren zu rechnen haben.»
Das Modell, die Steigerungen an die Kunden weiterzugeben, könne so nicht weiterlaufen. «Sonst bewegt sich das Deutschlandticket Schritt für Schritt an die Grenze zur Unattraktivität.» Niedersachsen sei daher nach wie vor bereit, noch mehr Geld in das deutschlandweit gültige Ticket zu investieren.
«Wenn sich der Bund und die anderen Länder auch beim Auffangen der Mehrkosten beteiligen, können wir den Preis stabil halten», schlug Tonne vor. «Ich rege an, dass wir uns schnell erneut zusammensetzen, um genau solch eine Dynamisierung für die Jahre ab 2027 zu besprechen.»