Nach mehr als vier Monaten hat es in den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Seehäfen eine Einigung gegeben. Die Bundestarifkommission der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft, die sich aus Verdi-Mitgliedern der Betriebe zusammensetzt, hat dem Arbeitgeberangebot zugestimmt. Der Tarifvertrag trete damit in Kraft, teilte Verdi in Berlin mit.
Die Regelung betrifft laut Gewerkschaft rund 11.000 Beschäftigte in Hamburg, Bremen und wichtigen Seehäfen Niedersachsens. Während der Verhandlungen kam es zu mehreren Warnstreiks, unter anderem in Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven.
«Wir haben in dieser Tarifrunde einen langen Atem bewiesen, und das hat sich ausgezahlt», sagte Verdi-Verhandlungsführerin Maren Ulbrich. Vom Arbeitgeberverband, dem Zentralverband der Deutschen Seehafenbetriebe (ZDS), lag zunächst keine Stellungnahme vor. Der ZDS hatte zuletzt von einer vorläufigen Einigung gesprochen.