Die Verringerung der Umweltbelastung steht bei der 37. Auflage der Internationalen Baumwolltagung in Bremen, die an diesem Mittwoch beginnt, mehr denn je im Mittelpunkt. Forscher entwickeln farbige Baumwolle, die später nicht mehr gefärbt werden muss, Textilmaschinenbauer arbeiten an einer Kombination verschiedener Naturfasern und Modeunternehmen erkundigen sich mehr und mehr nach recycelten Produkten.
Die wichtigsten Erzeugerländer für Baumwolle sind China, Indien, die Vereinigten Staaten und Brasilien. Nach Angaben der Vereinten Nationen leben weltweit rund 32 Millionen Bauern, nahezu die Hälfte Frauen, vom Baumwollanbau. Ein großes Problem: Der hohe Wasserbedarf.
Grüne, blaue, rote Baumwolle
Der Wissenschaftler Filipe Natalio forscht am Weizmann-Institut für Wissenschaft im israelischen Rehovot. Natalio berichtet, dass es im Labor bereits möglich sei, Baumwolle zu züchten, die nicht weiß oder grau sei, sondern beispielsweise rot. Der Vorteil: Das Färben der Baumwollkleidung könne entfallen. Rund 2700 Liter Wasser braucht es Natalio zufolge, um ein einzelnes T-Shirt aus dem Material zu färben. Auf dem Feld wächst die bunte Baumwolle bislang nicht, sagt Natalio. Daran arbeitet seine Forschungsgruppe.