Unternehmen in Niedersachsen reagieren mit Sorge auf den jüngsten Zoll-Deal mit den USA. Das geht aus einer Blitz-Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hannover unter 122 exportorientierten Unternehmen im größten IHK-Bezirk des Bundeslandes hervor. Mehr als 70 Prozent der befragten Betriebe erwarten demnach zusätzliche Belastungen durch die Zoll-Einigung, wie die Kammer in Hannover mitteilte.
«Die Einigung im Zollstreit fordert ihren Preis und ist für viele Exportunternehmen aus der Region mit einer höheren zusätzlichen Belastung verbunden.», sagte Mirko-Daniel Hoppe, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Hannover. «Faktisch haben wir künftig eine deutliche Verschlechterung der Handelsbedingungen.»
Die EU und die USA hatten im Zollstreit im Juli nach langem Ringen eine Einigung erzielt. Das Abkommen zwischen US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sieht einen Zollsatz in Höhe von 15 Prozent für die meisten EU-Importe in die USA vor. Gelten sollte das ursprünglich bereits ab 1. August, der Termin wurde von den USA aber kurz zuvor noch einmal verschoben. Als neuer Starttermin steht Donnerstag, der 7. August.