Das Niedrigwasser in der Elbe könnte die Zwangspause des Fährschiffs «Tanja» zwischen Darchau und Neu Darchau noch eine Weile verlängern. Weil sich an der Ostseite zu viel Sand angesammelt hat, trägt ein Bagger seit Tagen Sand aus dem Fluss ab. Die Fähre ist in der Werft in Lauenburg inzwischen repariert, kann aber nicht zurück, weil die Fahrrinne zu wenig Wasser führt.
«Ich hoffe, dass in den nächsten Tagen ein bisschen Wasser die Elbe runterkommt aus Tschechien», sagt Betriebsleiter Andreas Dau, der die Länge des Stillstandes weiterhin nicht abschätzen kann. Schäden am Antrieb der «Tanja» wegen der vielfachen Grundberührung seien inzwischen beseitigt. Er hofft auf finanzielle Mittel für den Bau eines Nachfolgemodells, das 40 Zentimeter weniger Tiefgang hätte, aber bis zu acht Millionen Euro kosten würde.
«Tanja» sei für das wegen des Klimawandels wahrscheinlich häufiger auftretende Niedrigwasser nicht gemacht. 500 Kraftfahrzeuge nutzen sie nach Angaben von Dau täglich, 300 Menschen haben Jahreskarten. «Die Fähre ist für die Leute auf der Seite von Neu Darchau eine Touristenattraktion, im Amt Neuhaus sind viele wegen Arbeitsplätzen auf der anderen Seite von ihr abhängig», sagt er.