Eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte in Deutschland nimmt nun auch in Südniedersachsen Fahrt auf. Zum offiziellen Baustart der Stromleitung wird Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) in Einbeck erwartet. Doch worauf müssen sich Menschen in der Region genau einstellen und was soll mit dem Suedlink erreicht werden?
Was ist der Suedlink?
Eine rund 700 Kilometer lange Stromleitung, die Energie von Windrädern in Schleswig-Holstein nach Bayern und Baden-Württemberg transportieren soll. Die Leitung soll komplett unterirdisch verlaufen und wird auch durch die Bundesländer Hessen und Thüringen verlegt. Im Detail handelt es sich um zwei Stromleitungen, die weitestgehend parallel verlaufen sollen, sich aber an den Start- und Endpunkten verästeln.
Ende 2028 und damit sechs Jahre später als ursprünglich gedacht sollen alle Bauabschnitte fertiggestellt sein, wie Netzbetreiber TransnetBW mitteilte. Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, dürften 8,5 Millionen Kubikmeter Erdreich bewegt worden sein. Neben TransnetBW ist auch der Netzbetreiber Tennet an dem Zehn-Milliarden-Euro-Projekt beteiligt. Tennet ist für die Bundesländer Schleswig-Holstein und Niedersachsen zuständig, mit Ausnahme des Bereichs Südniedersachsen.