Das Eis auf der Elbe hat den Fischern in den vergangenen Wochen zu schaffen gemacht. Die Stintsaison nimmt etwas verspätet in diesen Tagen Fahrt auf. «Eigentlich ist das Wasser mit etwa 2,5 Grad noch zu kalt», sagt Fischer Wilhelm Grube aus Hoopte in Winsen im Landkreis Harburg. «Die Stinte brauchen fünf bis zehn Grad. Wir fangen täglich bis zu knapp 300 Kilogramm».
Der einzige Stintfischer östlich von Hamburg fährt mit seinen Söhnen Per-Willem (33) und Jonas (21) seit Ende vergangener Woche täglich im kleinen Boot auf den Fluss. Dutzende grüne Plastik-Fangkörbe mit der glitschigen Beute leeren sie mittags aus. Per ist für die Saison aus Kanada angereist, im Mai fliegt er zum Hummerfang wieder nach Nova Scotia zurück.
Der funktioniere so ähnlich: Es würden Hunderte Hummerfallen im Fluss platziert und in der Saison von seinem Team täglich bis zu 250 der edlen Tiere mit den großen Scheren gefangen. Tausende Boote fahren Tag für Tag raus. «Das ist eine schöne Abwechslung, die Arbeit ist stürmischer und rauer», erzählt der junge Fischer.