Die Stintsaison in der Elbe nimmt Fahrt auf. «Nach der Kälte zuletzt, als die Elbe nur 0,3 Grad hatte, geht es jetzt los», sagt Fischer Wilhelm Grube aus Hoopte in Winsen im Landkreis Harburg. «Wir fangen schon täglich bis zu 230 Kilogramm».
Der einzige Stintfischer östlich von Hamburg fährt mit seinen Söhnen Per (32) und Jonas (20) im kleinen Boot aufs Wasser - Dutzende grüne Plastik-Fangkörbe leeren sie nachmittags aus. So viel wie im Vorjahr holen sie allerdings bisher nicht aus dem Wasser: «Da hatten wir ein Zehnjahreshoch, ich weiß nicht, woran es gelegen hat», meint Grube.
Im Vergleich zu den Zeiten, als Grubes Vater und Großvater noch nebenberuflich auf Stintjagd gegangen sind, ist die Ausbeute der Delikatesse gering. «Er war sehr, sehr viel mehr. Was heute noch in der Elbe ist, ist dagegen ein Witz», erzählt der 69-Jährige. Inzwischen sei das Wasser zwischen Cuxhaven und Hamburg durch die Elbvertiefung zu verschlammt. Früher habe man den Überschuss an den länglich-silbrigen Fischchen sogar als Dünger auf den Feldern untergepflügt.