Der Stahlhersteller Georgsmarienhütte Gruppe (GMH Gruppe) hat mit einer neuen Produktionsanlage an seinem Hauptstandort einen weiteren Schritt zur Verringerung klimaschädlicher Emissionen getan. Am Mittwoch wurde eine induktive Einzelstabvergütungsanlage für den Regelbetrieb gestartet, wie das Unternehmen mitteilte. Damit sollen Stahlstäbe mithilfe elektrischer Energie bearbeitet werden, die künftig aus 100 Prozent erneuerbaren Quellen kommen soll.
Die neue Anlage erschließe auch neue Märkte, weil damit Stahlprodukte mit höheren Festigkeits- und Zähigkeitsnormen als bisher möglich seien, hieß es. Interessant sei das vor allem für die Windkraftindustrie, aber auch im Maschinenbau und der Autoindustrie, erläuterte eine Sprecherin.
Um die geforderte Festigkeit der Stahlstäbe zu erzielen, müssen sie wärmebehandelt werden. In der neuen Anlage wird jeder einzelne Stahlstab nach Unternehmensangaben durch eine Induktionsspule geführt, dabei zunächst auf 900 Grad Celsius erhitzt und dann mit Wasserdruck erkaltet. Danach wird der Stab nochmals auf 650 Grad erhitzt, um die Festigkeits- und Zähigkeitsmerkmale zu erreichen. Die Kapazität liege bei rund 17.000 Tonnen Stahl pro Jahr.