Um der Wohnungsnot auf Spiekeroog zu begegnen, entsteht auf der ostfriesischen Insel ein neuer, ungewöhnlicher Ortsteil: Das «Tiny-Dörp» an der Hermann Lietz-Schule besteht aus lauter Mini-Häusern – gerade wurde das letzte der insgesamt acht hölzernen Tiny Houses mit der Frachtfähre auf die Nordseeinsel geliefert und von Handwerkern aufgestellt. «Hier auf der Insel ist es schon ein Hingucker», sagt Schulleiter Florian Fock über das «Tiny Dörp». «Dörp» ist das plattdeutsche Wort für «Dorf».
Die Häuser wurden in einer Werkstatt auf dem Festland vorgefertigt und kommen nun nahezu schlüsselfertig auf die Insel. Dafür mussten die Tiny Houses zunächst passgenau auf die Fähre verladen, mit schwerem Gerät über die autofreie Insel transportiert und mit einem Autokran in Position gehoben werden. «Hier lohnt sich kompliziert, weil wir dann weniger Bauzeit auf der Insel haben», sagt Holzhandwerker und Tiny-House-Hersteller Lukas Thiemann.