Ein spätsommerlicher Abend vor einer Bar in Berlin: Schauspieler Damian Hardung kommt im langen Mantel zum Interview, den er nur kurz fürs Shooting in einem Hinterhof ablegt. Wochen vor der stressigen, weltweiten Promo-Tour für die Erfolgsserie «Maxton Hall» nimmt sich der 27-Jährige eine Stunde Zeit, um über seine außergewöhnliche Karriere zu sprechen - zwischen Rollen und Röntgenbildern.
Damian Hardung, geboren 1998 in Köln, Eltern Orthopäden, aufgewachsen mit zwei Brüdern, startet früh mit der Schauspielerei. Schon als Jugendlicher ist er in der erfolgreichen Vox-Serie «Club der roten Bänder» als Krebspatient Jonas zu sehen - es folgen Rollen im Netflix-Hit «How to Sell Drugs Online (Fast)» und der Roman-Verfilmung «Auerhaus».
Parallel beginnt der Rheinländer, der schon mit 14 ein Stipendium an einer Privatschule in New York erhält und sein Abi in Köln mit 1,0 abschließt, ein Medizinstudium. Im April dieses Jahres besteht er sein zweites Staatsexamen, bald steht das praktische Jahr an, dann kann er sich Arzt nennen. «Ich hab’ wieder richtig Bock auf Lernen», sagt er. «Ich habe das Gefühl, sonst werde ich dümmer.»