Scharf angebraten oder schonend gegart wurde an den vergangenen zwei Tagen in Göttingen. Auszubildende Köche und Köchinnen haben bei den Niedersächsischen Jugendmeisterschaften ihr Können unter Beweis gestellt und dabei auch die Ausbilder überrascht. Die Motivation für die Teilnahme an dem Wettbewerb ging bei den einzelnen Teilnehmern weit auseinander.
Angetreten, um zu gewinnen, ist etwa Waleed Choha. Er stammt aus Syrien und möchte mal in einem Sterne-Restaurant arbeiten. Er könne sich auch vorstellen, irgendwann ein eigenes Restaurant zu führen. Zunächst kocht er in Göttingen aber pochierte Hähnchenbrust mit Portweinsauce und eine Variation der Schwarzwälder Kirchtorte für sein Drei-Gang-Menü. «Ich möchte beweisen, dass ich in Deutschland bin, um zu arbeiten», sagte der Azubi des Landhauses Wachtelhof, ein Fünf-Sterne-Hotel in Rotenburg an der Wümme. Und: «Ich habe einfach Bock, zu kochen».
In diesem Jahr laufe es ganz gut, Zeitdruck habe er nicht. Vor dem Wettbewerb habe er sein Menü dutzende Male geübt. Auf die Idee für die einzelnen Gänge sei er durch Recherche und Gespräche gekommen. Dafür habe er etwa auch seinen Chef genervt, wie er erzählt.