Die Ernte von Wintergetreide fällt für die niedersächsische Landwirtschaft in diesem Jahr unterdurchschnittlich aus. Mit der schwachen Bilanz habe man nach sehr schwierigen Bedingungen bei der Aussaat rechnen müssen, hieß es in einer Mitteilung des Landesbauernverbands. «Die Getreideernte ist nahezu abgeschlossen und es zeigt sich, dass unsere Ackerbauern aufgrund der Witterung sehr heterogene Ergebnisse verzeichnen», sagte der Vorsitzende des Ausschusses Pflanze, Thorsten Riggert, dem Landvolk-Pressedienst.
Leichte Böden kamen demnach mit dem vielen Regen besser zurecht. Lückige Bestände führten Riggert zufolge zu geringeren Erträgen. Die Qualität sei zwar meist noch in Ordnung. «Aber der wichtige Proteingehalt ist oft zu niedrig, sodass der Weizen keine Backqualität mehr erreicht», sagte der Ausschussvorsitzende. Aufgrund der hohen Feuchtigkeit habe das Getreide keine tiefen Wurzeln ausbilden können, dazu seien Ähren im Getreide aufgrund von Starkregen abgefallen oder abgeknickt.