Schleswig-Holsteins Landesregierung fordert schlankere und schnelle Vergabeverfahren für die norddeutsche Luftfahrtindustrie. «Angesichts der militärischen Bedrohung durch Russland steht nicht nur unsere maritime Verteidigungsindustrie vor neuen Anforderungen, sondern auch die mehreren hundert Betriebe der Luft- und Raumfahrt», sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Julia Carstens der Deutschen Presse-Agentur. Rund 180 Fachleute aus Firmen, Forschungseinrichtungen sowie aus Politik und Verwaltung werden am Nachmittag (14.00 Uhr) auf dem 9. Norddeutschen Luftfahrtforum in Norderstedt bei Hamburg erwartet.
«Unser Ziel muss sein, die vom Bund bereitgestellten zusätzlichen Milliarden für Verteidigung sowohl zur See als auch in der Luft so schnell wie möglich in moderne und zeitgemäße Rüstungsgüter umzusetzen», sagte Carstens. Thema in Norderstedt sind auch die Auswirkungen der neuen europäischen Sicherheitslage auf die Perspektiven für Luft- und Raumfahrtunternehmen.
«Unsere Betriebe tragen mit ihren Gütern und Dienstleistungen einerseits zur sicherheitspolitischen Resilienz Deutschlands bei, andererseits zur industriellen Stärke und damit zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit», sagte Carstens. Dafür bräuchten sie bessere Finanzierungsmöglichkeiten, verlässliche Exportgenehmigungen und mehr Gleichklang bei den europäischen Rüstungsexportbestimmungen.