Der Energiekonzern RWE kann mit dem Bau von zwei weiteren Offshore-Windparks in der deutschen Nordsee nördlich der ostfriesischen Insel Borkum beginnen. Das zuständige Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg erteilte Mitte Juni entsprechende Planfeststellungsbeschlüsse für die Windparks NC1 und NC2, wie die Behörde und das Unternehmen am Dienstag mitteilten. Ein Planfeststellungsbeschluss ist eine Art Baugenehmigung.
Die Windparks NC1 und NC2 zählt RWE zu einer Gruppe von Windparks, die das Unternehmen Nordseecluster nennt. Insgesamt soll dieses Cluster, das etwa 46 Kilometer nördlich der Insel Borkum entsteht, ausgebaut über eine Kapazität von 1,6 Gigawatt (GW) verfügen. Diese Menge Windenergie reicht laut dem Konzern, um damit rechnerisch 1,6 Millionen Haushalte zu versorgen.
Rotordurchmesser von Windkraftanlagen größer als der Kölner Dom
Die nun von der Bundesbehörde genehmigten Windparks gehören nach RWE-Angaben zu der ersten Ausbaustufe des Nordseeclusters. Ab kommendem Jahr sollen insgesamt 44 Windenergieanlagen mit einer Leistung von je 15 Megawatt (MW) errichtet werden. Die geplanten Anlagen haben laut BSH einen Rotordurchmesser von 236 Metern. Zum Vergleich: Der Kölner Dom ist fast 160 Meter hoch. Die Fertigung der Komponenten ist nach RWE-Angaben bereits angelaufen. Daneben entstehen auch je eine unbemannte Umspannplattform. Vollständig am Netz sollen die Windkraftanlagen Anfang 2027 sein.