Der Rüstungskonzern Rheinmetall will vom Autozulieferer Continental gezielt dort nicht mehr benötigte Mitarbeiter übernehmen. Das sehe eine nun unterzeichnete Absichtserklärung vor, teilten beide Unternehmen am Freitag mit. So sollen bis zu 100 Mitarbeiter des vor der Schließung stehenden Conti-Bremsenwerks in Gifhorn zu Rheinmetall nach Unterlüß in der Lüneburger Heide wechseln. Der Rüstungskonzern errichtet dort eine neue Munitionsfabrik.
«Hier passt alles zusammen», sagte Rheinmetall-Personalvorstand Peter Sebastian Krause laut Mitteilung. «Wir sind davon überzeugt, dass die Continental-Beschäftigten hervorragende Qualitäten mitbringen, die für uns bei Rheinmetall von hohem Wert sein können.» An weiteren Conti-Standorten sollen die dortigen Mitarbeiter gezielt über mögliche Perspektiven bei Rheinmetall informiert werden.
«Die tiefgreifenden Veränderungen in allen Industrien lassen sich nur gemeinsam bewältigen», sagte Continental-Personalvorständin Ariane Reinhart. Für Zulieferer sei Rheinmetall nun bereits der dritte Partner im Rahmen der Initiative «Von Arbeit in Arbeit». Ziel sei es, «den Beschäftigten der von der Transformation betroffenen Standorte neue Perspektiven zu ermöglichen», so Reinhart. Der Zulieferer will neben Gifhorn auch die Standorte Schwalbach und Wetzlar in Hessen dicht machen.