Deutschlands größter Rüstungskonzern Rheinmetall will sein ohnehin schon rasantes Wachstumstempo dieses Jahr noch steigern. Wie die Waffenschmiede in Düsseldorf mitteilte, soll der Umsatz um 40 bis 45 Prozent steigen. Im vergangenen Jahr waren die Erlöse um 29 Prozent auf rund 9,9 Milliarden Euro nach oben geklettert. Der Wachstumskurs ist teilweise auch auf Zukäufe zurückzuführen. Das operative Ergebnis kletterte 2025 um 33 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro an, das Ergebnis nach Steuern lag mit 0,8 Milliarden Euro allerdings nur 3 Prozent über dem Vorjahreswert.
Die Auftragsbücher sind prall gefüllt, der «Backlog» liegt bei 63,8 Milliarden Euro - so viel war es noch nie. Hierbei sind verbindliche Aufträge und Rahmenverträge inkludiert. Das in Rahmenverträgen enthaltene Auftragsvolumen muss nicht zwangsläufig ausgeschöpft werden, angesichts der aktuell hohen Nachfrage ist das aber sehr wahrscheinlich.
Firmenchef sieht Rheinmetall gut positioniert
«Wir haben operativ ein neues Rekordergebnis erzielt und werden die Profitabilität des Konzerns weiter steigern», sagte Konzernchef Armin Papperger. Bei neuen Großprojekten der Streitkräfte habe man sich aussichtsreich positioniert.
Das Waffengeschäft boomt, angesichts der russischen Bedrohung rüsten die Bundeswehr und andere Nato-Armeen auf. Allerdings kommt manch staatlicher Auftrag nicht so schnell wie gedacht, was zuletzt für etwas Ernüchterung gesorgt hatte.
Rheinmetall stellt Artillerie- und Flugabwehr-Geschütze sowie Panzer, Militär-Lastwagen, Munition, Drohnen und seit kurzem auch Schiffe her. Das Düsseldorfer Unternehmen hatte den militärischen Geschäftszweig der Bremer Lürssen-Werft übernommen. Die Firmenzentrale von Rheinmetall ist in Düsseldorf, das größte Werk im niedersächsischen Unterlüß. In Weeze am Niederrhein fertigt Rheinmetall Bauteile für den Tarnkappenbomber F-35.
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