Der Rüstungskonzern Rheinmetall wächst und wächst. Der Krieg in der Ukraine sowie die damit verbundene russische Bedrohung für Nato-Staaten bescheren der Düsseldorfer Waffenschmiede prall gefüllte Auftragsbücher und volle Kassen. Nun hat die Firma ihre Jahreszahlen für 2025 vorgestellt und einen Ausblick auf die kommenden Jahre gegeben. Ein Überblick über Deutschlands größten Rüstungskonzern.
Der Blick zurück
Ausgerechnet 1990 fing der heute 63 Jahre alte Armin Papperger bei Rheinmetall an, seit 2013 ist er dessen Chef. 1990 endete der Kalte Krieg und die Bestellungen bei Waffenfirmen gingen in den Keller: Wozu braucht man Kriegsgerät, wenn doch Frieden ist? Diese Haltung setzte sich in den 90er Jahren in der Politik durch, für Rüstungsfirmen begannen karge Jahre - manche Firmen gingen pleite und verschwanden vom Markt.
Rheinmetall suchte sein Heil im Ausland und gründete dort Tochterfirmen, etwa in Südafrika und Australien. So rettete sich die Waffenfirma über die Runden. Im Rückblick zeigt sich, dass diese Strategie entscheidend war. Denn jetzt steht die deutsche Firma bereit, um die Bundeswehr wieder aufzurüsten.