Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat einer möglichen Übernahme des VW-Werks Osnabrück eine Absage erteilt. «Eine Übernahme des Werkes in Osnabrück ist unter den gegebenen Voraussetzungen kein Thema für Rheinmetall», sagte ein Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die «Hannoversche Allgemeine Zeitung» darüber berichtet.
VW sucht derzeit nach einer neuen Verwendung für den Standort, wenn dort 2027 die Pkw-Fertigung ausläuft. Rheinmetall aus Düsseldorf galt bisher als wichtigster Interessent. Dessen Vorstandschef Armin Papperger hat die Fabrik vor einem Jahr besucht und dort auch Möglichkeiten einer weiteren Zusammenarbeit ausgelotet.
Der Standort hätte sich nach Angaben des Rheinmetall-Sprechers für den Konzern zur Produktion von sechsrädrigen Radpanzern angeboten. «Hier werden jedoch aktuell keine weiteren Kapazitäten benötigt.» Eine erhöhte Nachfrage gebe es dagegen nach achträdrigen Radpanzern. Um dem gerecht zu werden, weite Rheinmetall stattdessen seine Kapazitäten in Kassel aus.