Das Alte Land verzeichnet eine überdurchschnittlich gute Apfelernte, die Landwirte hadern aber mit niedrigen Preisen. «Der Preis hat nicht das Vorjahresniveau, wir versuchen ihn zu stabilisieren», sagt Matthias Görgens, stellvertretender Leiter der zur Landwirtschaftskammer Niedersachsen gehörenden Obstbauversuchsanstalt Jork.
Nach dem Frostjahr 2024, als der Ertrag mit 250.000 Tonnen niedrig ausfiel, schätzt Görgens die Menge anhand der Lagerbestände auf 320.000 Tonnen. «Wir sind positiv gestimmt, weil die Qualität stimmt. Die Äpfel werden verkauft werden», sagt der Fachmann. Wegen der niedrigen Preise sei es aber nur ein durchschnittliches Jahr.
Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden geht sogar von einer Rekordernte von 374.000 Tonnen (Niedersachsen) beziehungsweise 65.400 Tonnen (Hamburg) aus. «Das ist nicht realistisch, das sind Schätzungen», meint Görgens.
Das Alte Land ist mit 500 Betrieben und 10.000 Hektar Fläche zwischen Cuxhaven und Hamburg nach Angaben der Gemeinde Jork das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet Deutschlands. Dort stehen 23 Millionen Obstbäume, 90 Prozent davon sind Apfelbäume.