Niedersachsens Landesregierung will die Moore besser schützen und damit den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase deutlich senken. Dafür sollen Moore, die dem Land gehören, vernässt und Moorflächen, die etwa Landwirten gehören, klimaschonender bewirtschaftet werden. Das kündigten Umweltminister Christian Meyer und Agrarministerin Miriam Staudte (beide Grüne) am Dienstag an.
Meyer sagte, der Schutz von Mooren sei der wahrscheinlich günstigste Klimaschutz. Zum einen lasse sich der Ausstoß von CO2 in diesem Bereich schnell senken, zum anderen seien Moore langfristig natürliche CO2-Speicher. «Wenn man einen Kinofilm drehen würde, wären sie wahrscheinlich Superhelden», sagte der Minister.
Bislang entstehen Meyer zufolge in Niedersachsen mehr Treibhausgasemissionen durch die Nutzung von Moorböden, weiteren kohlenstoffreichen Böden sowie durch die Torfproduktion als durch den Verkehrssektor - pro Jahr fast 18 Millionen Tonnen. Diesen Wert will die Landesregierung aus SPD und Grünen bis 2030 um knapp ein Zehntel - 1,65 Millionen Tonnen pro Jahr - senken.