Porsche steigt aus der Luxus-Sportwagenschmiede Bugatti aus. Der Anteil von 45 Prozent am Gemeinschaftsunternehmen Bugatti Rimac geht an ein Konsortium unter Führung des Finanzinvestors HOF Capital, wie die Beteiligten mitteilten. Die Freigabe der Behörden steht noch aus.
Die Zuffenhausener treten in diesem Zuge auch die Beteiligung an der Rimac Group ab. Zuletzt hielt Porsche noch einen Anteil von 20,6 Prozent an dem kroatischen Elektro-Sportwagenspezialisten. Zu dem Konsortium, das auch diese Beteiligung übernehmen soll, gehören BlueFive Capital aus Abu Dhabi als größter Geldgeber sowie institutionelle Investoren aus den USA und der EU.
Zum Kaufpreis äußerten sich Porsche, Rimac und die Käufer-Gruppe nicht. «Die Parteien haben sich darauf geeinigt, keine finanziellen Details der Transaktion zu nennen, die über verpflichtende Veröffentlichungen im Rahmen der Finanzberichterstattung hinausgehen», hieß es.
Damit steigt der VW-Konzern vollständig bei Bugatti aus. Volkswagen hatte die Rechte an der prestigeträchtigen französischen Luxusmarke 1998 übernommen und sie wiederbelebt. Im Jahr 2021 gab der Konzern die Mehrheit an das Joint Venture ab. An Rimac war die VW-Tochter Porsche seit 2018 beteiligt.