Der Gewinn des kriselnden Sport- und Geländewagenbauers Porsche hat sich in der ersten Jahreshälfte stabilisiert. Das Ergebnis nach Steuern lag von Januar bis Juni bei 1,07 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Das ist fast die Hälfte mehr als im ersten Halbjahr 2025. Gründe seien unter anderem das konsequente Management von Kosten und Preisen. Porsche-Chef Michael Leiters teilte mit: «Vor uns liegt aber noch viel Arbeit, um Porsche robust für die herausfordernde Zukunft aufzustellen.»
Entwarnung bedeutet das Gewinnplus keinesfalls. Der Zuwachs geht zu einem großen Teil auf den Wegfall von Sonderkosten - unter anderem für die Korrektur bei der E-Auto-Strategie und den Konzernumbau - zurück. In Summe waren das im ersten Halbjahr 2025 rund 800 Millionen Euro. Das Konzernergebnis war damals unter anderem aus diesem Grund von 2,15 Milliarden auf gut 718 Millionen Euro abgesackt (minus 71 Prozent).
Im ersten Halbjahr 2026 lagen die Kosten für die strategische Neuaufstellung der VW-Tochter demnach bei rund 400 Millionen Euro. Diese seien allerdings großteils durch Verhandlungen mit Lieferanten kompensiert worden. «Diese ermöglichten Auflösungen von im Vorjahr im Kontext der Anpassung der Produktstrategie gebildeten Rückstellungen in Höhe von rund 300 Millionen Euro». Übrig blieb eine Belastung von rund 100 Millionen Euro. Das heißt: Ohne die aufgelösten Rücklagen stünde Porsche nicht viel besser da als im Vorjahr.