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Panter ruft VW zu Kooperation mit China auf, um Werke wie Zwickau zu sichern

Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) spricht mit Mitarbeitern von Volkswagen in Zwickau über die aktuelle Lage. / Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) spricht mit Mitarbeitern von Volkswagen in Zwickau über die aktuelle Lage. / Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Sachsens Wirtschaftsminister Panter fordert VW zur Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern auf, um Werke wie Zwickau auszulasten. Belegschaft fürchtet Stellenabbau.

Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) hat die VW-Führung aufgerufen, in Kooperation mit chinesischen Herstellern für eine bessere Auslastung der VW-Werke in Deutschland zu sorgen. Mit Partnern, mit denen Volkswagen schon in China zusammenarbeite, könnten hierzulande Autos für den europäischen Markt produziert werden, sagte er bei einem Besuch in der Zwickauer Autofabrik von VW. «Wir sind offen für Ideen, aber nicht für einen Ausverkauf.»

Bei den Mitarbeitern nicht nur in Zwickau wächst die Sorge um die Zukunft ihrer Arbeitsplätze. Einem Bericht des «Manager Magazins» zufolge will der VW-Konzern seinen Sparkurs verschärfen. Von 100.000 Jobs weltweit ist die Rede, die wegfallen sollen. Zudem soll vier deutschen Werken das Aus drohen: außer Zwickau auch den Standorten in Hannover, Emden und Neckarsulm. 

Betriebsrat: ID.9 Era in Zwickau produzieren 

Beschäftigte von Volkswagen in Zwickau äußern sich frustriert. «Man fühlt sich verraten und verkauft», sagt einer vor dem Werkstor. Bei vielen Kolleginnen und Kollegen wachse die Angst um die Zukunft. Betriebsrat Mike Rösler verwies auf die hohe Flexibilität und Einsatzbereitschaft der Belegschaft. Die arbeite mit Sonderschichten und Schichtverlängerung aktuell 39 statt der eigentlichen 35 Wochenstunden. Würde das Fahrzeugwerk voll ausgelastet, könnte es mit Produktionskosten in Tschechien oder Polen locker mithalten, erklärte Rösler. 

Der Betriebsrat mahnte ebenfalls, Modelle, die bisher nur in China gebaut werden, hierher zu holen. Als Beispiel nannte Rösler den SUV ID.9 Era. «So ein Modell können wir gut hier bei uns in Zwickau fertigen für unseren Markt.» In Zwickau werden ausschließlich Elektroautos gebaut. Dort sind aktuell etwa 8.000 Menschen beschäftigt.

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