Nach dem Börsengang lotet Prothesenhersteller Ottobock neue Geschäftsfelder aus. Die gesteigerte Aufmerksamkeit habe zu neuen Kontakten, etwa mit Unternehmen aus der Robotik-Branche geführt, sagte Vorstandschef Oliver Jakobi. Auch zu Universitätskliniken hätten sich neue Kontakte aufgetan, etwa für den Bereich der Mensch-Maschinen-Verbindungen. Das Unternehmen aus dem südniedersächsischen Duderstadt bei Göttingen ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer bei Prothesen.
Auf das konkrete Unternehmensergebnis hatte der Börsengang laut Jakobi keine nennenswerten Auswirkungen. Nichtsdestotrotz waren die Zahlen gut. Ottobock sprach bei der Vorstellung der vorläufigen Jahreszahlen von einem Rekordergebnis und will auch 2026 weiter zulegen. Im Kerngeschäft mit etwa Prothesen oder Exoskeletten soll der Umsatz aus eigener Kraft um fünf bis acht Prozent zulegen; für die kommenden Jahre bestätigte Ottobock den Plan für ein durchschnittliches Wachstum zwischen 7 und 9 Prozent.