Trotz warnender Stimmen halten Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen am Aufbau einer Wasserstoffproduktion und -infrastruktur fest. «Der Bau unseres 100-Megawatt-Elektrolyseurs geht wie geplant weiter», teilte der Sprecher der Hamburger Energiewerke, David Kappenberg, mit.
Der Elektrolyseur auf dem Gelände des ehemaligen Kohlekraftwerks Moorburg soll ab Ende 2027 rund 10.000 Tonnen grünen Wasserstoff pro Jahr produzieren. Er wird durch Elektrolyse von Wasser mittels Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen.
Im ostfriesischen Emden baut der Energiekonzern EWE die nach eigenen Angaben derzeit größte Wasserstoffproduktionsanlage in Deutschland. Der Elektrolyseur soll ebenfalls Ende 2027 in Betrieb gehen und eine Leistung von 320 Megawatt haben.
Im Sommer sollen die Hochbauarbeiten beginnen und später im Jahr die ersten technischen Komponenten installiert werden. Künftig will EWE in Emden 26.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr produzieren. Abnehmer könnten große Industrien wie Stahlwerke oder Raffinerien sein.