Angesichts der steigenden Nachfrage nach bezahlbaren Wohnungen fordern die Bauminister und -senatoren der fünf norddeutschen Bundesländer vom Bund mehr Engagement für den sozialen Wohnungsbau. «Wir setzen uns dafür ein, dass die Förderungen im sozialen Wohnungsbau verlässlich sind und der Bund und die Länder die bestehende Förderkulisse aufrechterhalten und ausbauen», heißt es in der am Mittwoch beim Norddeutschen Wohngipfel in Hannover verabschiedeten Erklärung der fünf Ressortchefs aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen. Nur so könne ein Ausbau bei den Sozialwohnungen gelingen.
Um das Bauen zu erleichtern, sei zudem eine Lockerung bei den oft strengen Vorschriften erforderlich. Mit der Anpassung ihrer Landesbauordnungen hätten die Nordländer hier nun die Weichen gestellt. «Wir müssen uns fragen, welche Standards wir uns so noch leisten können und wollen», sagte Niedersachsens Bauminister Olaf Lies (SPD). Nur so ließen sich «die derzeit horrenden Baukosten, die den Neubau nahezu vollständig abwürgen», senken.