Ein Fachkräfteprogramm, schnellere Genehmigungsverfahren und ein Offshore-Rettungssystem: Niedersachsens Landesregierung und die IG Metall Küste legen kurz vor der Nationalen Maritimen Konferenz in Emden Vorschläge vor, wie die maritime Industrie in Deutschland und der Ausbau der Offshore-Windkraft gestärkt werden sollen. Das Positionspapier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, soll bei der zweitägigen Nationalen Maritimen Konferenz, dem Spitzentreffen der maritimen Branche unter Leitung der Bundesregierung, in dieser Woche eingebracht werden.
Der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Daniel Friedrich, sagte, die maritime Industrie erlebe gerade einen Boom. Auf den Werften und bei den Zulieferern seien die Auftragsbücher gut gefüllt, teils sogar bis in die 2040er Jahre. «Wir gehen davon aus, dass in den kommenden fünf Jahren 5.000 neue Jobs geschaffen werden. Wenn wir die Abgänge von Menschen, die in Rente gehen, berücksichtigen, werden insgesamt mehr als 8.000 Leute gesucht.»
Entsprechend sei genügend Arbeit da. «Nun brauchen wir besser abgestimmte Konzepte. In der Zeitenwende braucht es Anstrengungen der gesamten Branche, ein neues Miteinander und natürlich Tarifverträge, die Arbeitsplätze und Auslastung für alle Werften und Zulieferer absichert», sagte Friedrich.