Um die Nordsee stärker zu schützen, soll die Küstenfischerei in Niedersachsen eingeschränkt werden. Denn neue EU-Vorgaben sehen einen strengeren Meeresschutz vor – das bedeutet, die Fanggebiete der Küstenfischer werden weiter schrumpfen. Um einen Kompromiss zu finden, wo fischereifreie Gebiete eingerichtet werden sollen, läuft seit mehr als einem Jahr der Niedersächsische Fischereidialog mit Fischern, Umweltschützern, Kommunen und Landesregierung.
Jetzt hat die Landesregierung einen Plan mit ausgewählten Gebieten vorgelegt, der am Dienstag (21. Juli) im Fischereidialog erörtert werden soll. Auch Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte und Umweltminister Christian Meyer (beide Grüne) werden an dem Treffen teilnehmen. Der Vorschlag soll – so die Regierung – auch die Grundlage für den Abschluss des Fischereidialogs bieten.
Eine förmliche Abstimmung über die Gebiete soll es nicht geben, aber es sei «ein möglichst konsensual ausgerichtetes Ergebnis beabsichtigt», heißt es aus den beteiligten Ministerien. Doch unter den Fischereidialog-Teilnehmern gehen die Meinungen weit auseinander – ein Überblick: