Mehr Aufwand, höhere Kosten: Niedersachsen lehnt die EU-Pläne für jährliche Hauptuntersuchungen bei älteren Autos ab. «Diese Vorgabe ist nicht nur sozial unverhältnismäßig», sagte Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne (SPD). «Sie würde auch vor dem Hintergrund des aktuellen Fachkräftemangels und begrenzter Prüfkapazitäten zu erheblichen organisatorischen Problemen führen.»
Nach dem Willen der EU-Kommission sollen Fahrzeuge ab zehn Jahren künftig jedes Jahr zur Hauptuntersuchung. Bislang ist das nur alle zwei Jahre nötig. Das sei auch richtig, so Tonne. Studien wie die der TU Dresden zeigten, dass technische Mängel nur selten zu Unfällen führen. 2023 seien von 2.830 Verkehrstoten lediglich sieben (0,25 Prozent) auf Fahrzeugdefekte zurückzuführen.