Für die Anbindung von Windparks auf der Nordsee kann der Netzbetreiber Amprion mit dem Bau einer Konverterstation bei Lingen im Emsland beginnen. Das zuständige Gewerbeaufsichtsamt in Osnabrück habe die Genehmigung für die Anlage gegeben, teilte Amprion in Dortmund mit. Diese sei sogar früher erfolgt als erwartet. Im Frühjahr kommenden Jahres soll der Grundstein für die Anlage im Industriepark Lingen gelegt werden. Die Baustelle werde aber jetzt schon vorbereitet, hieß es. Amprion rechnet mit einer Bauzeit von zwei bis drei Jahren.
Die Konverterstation dient den beiden sogenannten Offshore-Netzanbindungssystemen DolWin4 und BorWin4. Diese Stromleitungen sollen ab 2028 eine Leistung von bis zu 1,8 Gigawatt von Windparks auf der Nordsee ans Festland transportieren. Das entspricht laut Amprion dem Energiebedarf einer Großstadt wie Hamburg mit 1,8 Millionen Einwohnern.