Niedersachsens Landesregierung hat es mit einem Verkauf der vom Staat geretteten Meyer Werft nicht eilig. «Die Werft ist jetzt hervorragend aufgestellt. Das Unternehmen ist stabil. Wir sind aber noch mitten in der Sanierungsphase, auch wenn die Beschäftigung weit darüber hinaus gesichert ist», sagte Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. «Deswegen sehe ich derzeit keinen Handlungsbedarf, an der Eigentümerstruktur etwas zu ändern. Es wäre falsch, die Sicherheit, die wir der Werft gegeben haben, jetzt infrage zu stellen.»
Wulff soll zwischen Familie Meyer und Management vermitteln
Medienberichten zufolge knirscht es allerdings zwischen der Eigentümerfamilie Meyer, die noch 20 Prozent am Unternehmen hält, und dem aktuellen Management. Der frühere Bundespräsident und niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff solle daher als Mediator vermitteln, heißt es.
Der Bund und das Land Niedersachsen hatten vor gut einem Jahr jeweils 40 Prozent der Anteile an der finanziell angeschlagenen Meyer Werft übernommen. Dafür flossen insgesamt 400 Millionen Euro. Zudem gewährleisteten sie einen Kreditrahmen von insgesamt 2,6 Milliarden Euro.
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