Trotz eines in Teilen extrem trockenen Frühjahrs rechnet das Landvolk in Niedersachsen mit einer durchschnittlichen Getreideernte in diesem Jahr. «Es war insgesamt ein etwas zu trockenes Jahr, andererseits war es auch nicht so heiß», sagte Landvolk-Präsident Holger Hennies in Gronau (Landkreis Hildesheim) vor der in den kommenden Wochen anstehenden Getreideernte. Denn häufige Tage mit Temperaturen über 30 Grad wie etwa 2018 setzen dem Getreide besonders zu. Solchen Hitzestress habe es trotz der Trockenheit bislang kaum gegeben.
Außerdem sei die Anbaufläche etwas größer als im Vorjahr, was für die Ernteerwartungen spreche, sagte Hennies. «Wir rechnen mit einer durchschnittlichen Getreideernte, aber regional sehr, sehr unterschiedlich, weil die Niederschlagsverteilung auch sehr unterschiedlich war.»
Das Frühjahr in Niedersachsen war nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) deutlich zu warm und zu trocken gewesen. Mit durchschnittlich 9,9 Grad Celsius war es demnach zwischen März und Mai zwei Grad wärmer als für gewöhnlich in diesem Zeitraum.