Der Gabelstaplerhersteller Jungheinrich stellt seine Produktion in Lüneburg bis Ende März 2027 ein. Für die 160 Beschäftigen, deren Jobs wegfallen, einigten sich Unternehmen und die IG Metall nach langem Ringen auf einen Interessenausgleich, einen Sozialplan und einen Sozialtarifvertrag, wie die Gewerkschaft mitteilte. Das Unternehmen bestätigte die Einigung. Geregelt sind unter anderem Abfindungen sowie die Einrichtung einer Transfergesellschaft.
Die IG Metall bezeichnete das Ergebnis als substanziell, hält die Schließung des Werks jedoch weiterhin für einen Fehler. «Wir sprechen bei Jungheinrich in Lüneburg nicht über einen Sanierungsfall, sondern über die Aufgabe einer profitablen Produktion», sagte Lennard Aldag von der IG Metall Celle-Lüneburg. «Die Entscheidung war nicht durch akute wirtschaftliche Zwänge getrieben, sondern Teil einer strategischen Neuausrichtung des Konzerns.»
Ein Sprecher von Jungheinrich nannte die Einigung eine «sozialverträgliche Lösung». Sie unterstütze die betroffenen Mitarbeitenden beim Übergang in neue Beschäftigung. Zugleich sei der Abschluss «ein wichtiger Schritt» im Transformationsprogramm und treibe strukturelle Veränderungen voran.