Atomkraftgegner fordern einen zügigen Rückbau des Salzbergwerks Gorleben, das nicht mehr als Atommüll-Endlager infrage kommt. «Das Salz muss unter die Erde», sagte Wolfgang Ehmke, Sprecher der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) der Deutschen Presse-Agentur. Ursprünglich habe der Rückbau Mitte 2024 beginnen sollen. «Es könnte auch sein, dass man einen Plan B verfolgt und es deshalb offenhält», befürchtet Ehmke. «Wir haben Angst, dass aus der Zwischenlagerung eine Langzeitlagerung wird für 80 bis 100 Jahre. Und auf solche langen Zeiträume sind die Behälter und die Halle nicht ausgelegt.»
An diesem Montag (12.30 Uhr) will sich Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer einen Überblick über das Zwischenlager für radioaktiven Abfall im Wendland verschaffen. Vor der Besichtigung des streng gesicherten Geländes will der Grünen-Politiker um 10.30 Uhr mit Vertretern der Bürgerinitiative sprechen.